Sportsenator Grote zu Investitionen in Hamburg: „Wir investieren so in den Sport, dass jeder was davon hat“
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Der Hamburger City-Bereich – Sankt Pauli, Altstadt, Neustadt, Sankt Georg, Hammerbrook – wächst stetig in seiner Einwohnerzahl. Für die SPD ist es elementar wichtig, dass mit dem Wachstum die soziale Infrastruktur, die Kultur und die Angebote für Sport mitwachsen. Jede und Jeder soll in seiner Nachbarschaft für sich passende Angebote finden. Sportangebote gehören für die SPD zu einem lebenswerten Zuhause dazu.

„In der wachsenden Stadt müssen auch die Sportanlagen bedarfsorientiert mitwachsen. Sportplätze, Sporteinrichtungen für alle in Parks, für den Vereinssport zugängliche Sporthallen sowie Sportanlagen für Wassersport werden wir als SPD Hamburg-Mitte weiterhin fördern und ausbauen. Somit stellen wir sicher, dass alle Alters- und Leistungsgruppen ausreichend Zeit und Raum in der Nähe Ihres Zuhauses für ihre Leidenschaft finden!“ (Tobias Piekatz, Fraktionsvorsitzender der SPD Fraktion Hamburg-Mitte ab Februar 2019)

„Wir führen unsere erfolgreiche Sportoffensive in Hamburg-Mitte weiter fort. Nach den Sportentwicklungskonzepten für Wilhelmsburg und den Hamburger Osten wollen wir verstärkt die Entwicklungspotentiale für den Sport in der Hamburger-City in den Blick nehmen und effizient nutzen. Dieses Konzept schafft Transparenz und Sicherheit und ermöglicht ein abgestimmtes strategisches Vorgehen für den Sport im Bezirk gemeinsam mit den Vereinen, der Verwaltung, Projektentwicklern und den Menschen vor Ort.“ (Yannick Regh, sportpolitischer Sprecher der SPD Fraktion Hamburg-Mitte)

 Zum Hintergrund:

Im Rahmen des „Masterplan ActiveCity (MPAC) – Für mehr Bewegung in Hamburg“ in der Senatsdrucksache 21/6800 wird die sportpolitische Ausrichtung der Freien und Hansestadt Hamburg für die nächsten Jahre formuliert. Die Umsetzung dieser Strategie ist dabei das wesentliche Element, um in unserer sportbegeisterten Stadt die Entwicklung von modernen sowie aktivierenden Sportstätten in einer gesamtstädtischen Entwicklungskonzeption zu integrieren. Bereits mittels eines Sportflächenkonzeptes für den Hamburger Ostens seitens der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte sowie der Unterstützung durch Bundesmittel wird der Sport in das Stadtentwicklungskonzept des Senats von „Stromaufwärts an Elbe und Bille“ integriert. Insgesamt sollen bis zu 100 Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln die mit dem Wohnungsbau wachsende sportliche und soziale Infrastruktur im Osten Hamburgs stärken.

Der City-Bereich – Sankt Pauli, Altstadt, Neustadt, Sankt Georg, Hammerbrook – wächst auch stetig in seiner Einwohnerzahl. Die Belebung der Innenstadt durch zusätzlichen Wohnungsbau stellt die Hamburger City vor wachsende Herausforderungen für die soziale Infrastruktur. Auf begrenztem Raum werden Wohnungen, Gewerbe, Verkehr, Erholungsflächen, Tourismus, Kultur, Soziales und Sport organisiert. Eine wachsende Stadt braucht in jeder Hinsicht ein wachsendes Angebot für ihre Bürgerinnen und Bürger. Auf begrenztem Raum setzt dies intelligente Konzepte voraus, um versiegelte Flächen so schonend und so effizient wie möglich für alle Anwohnerinnen und Anwohner zu nutzen. Die Anforderungen an neue Bauprojekte steigen stetig. Als herausragendes Beispiel für solche intelligenten Lösungen kann das neue Paloma-Viertel auf Sankt Pauli dienen. Somit können auch Konflikte zwischen den verschiedenen Nutzungen und Angeboten vermieden werden und gute Lösungen im Sinne der Bürgerinnen und Bürger der Stadt erreicht werden.

Bestehende Sportflächen müssen in Zukunft in die Lage versetzt werden, mehr Menschen die Möglichkeit des Sporttreibens zu bieten und auch der Vielfältigkeit des Breiten- und Leistungssports in Hamburg-Mitte gerecht zu werden. Gleichzeitig steht fest, dass nicht jede Sporthalle in den Stadtteilen jedwede Nutzung ermöglichen muss, sondern vielmehr mit Blick auf die Sozialräume im ganzen Bezirk Hamburg-Mitte geplant werden muss. Die Investitionsplanungen seitens Schulbau Hamburg für Schulsporthallen – ob Sanierung oder Neubau – sind ein großer Schritt für ganz Hamburg. Der Neubau von barrierefreie Schulsporthallen, die inklusive Sportangebote ermöglichen, ist beispielhaft für die Ermöglichung einer vielfältigen Nutzung – in Hamburg-Mitte freuen wir uns über die neue barrierefreie Dreifeldhalle bei der STS Horn. Die Investitionen seitens Schulbau Hamburg stellen die Vereine häufig auch vor große Herausforderungen, da die Sanierung und zeitweise Schließung von Turnhallen häufig ohne Ausweichmöglichkeiten für den Vereinssport bleiben. Eine verbesserte Abstimmung zwischen Schulbau Hamburg, dem Bezirksamt sowie den Sportvereinen ist daher erstrebenswert.

Darüber hinaus muss besonders für die Hamburger City in zukünftigen Planungen berücksichtigt werden, dass Konzepte wie mehrstöckige Sporthallen oder Sporthallen mit Überbauungen mit Sportplätze auf dem Dach, bzw. Erholungsflächen, Wohn- und Büronutzungen notwendig sind, um auf begrenzten Flächen die größtmögliche Nutzbarkeit zu ermöglichen. Die Einhaltung von DIN-Normen für den Vereinssport muss Voraussetzung sein für diese Projekte. Die Umsetzbarkeit solcher Projekte ist bereits häufiger im kleineren Maßstab auch in unserem Bezirk bewiesen worden, besonders im Rahmen von Schulgebäuden.

Neben dem Vereinssport ist der Individualsport einer der großen Handlungsfelder für die Sportpolitik. Der Ausbau des Parksports durch Bewegungsinseln sowie Calesthenics Anlagen wird seitens der Stadt sowie des Bezirks Hamburg-Mitte verstärkt gefördert. Sport im öffentlichen Raum erfreut sich großer Beliebtheit und fördert auch soziale Treffpunkte im Quartier und fördern den Austausch untereinander. Bestehende Projekte für Parksport, wie bspw. die Kursangebote im Öjendorfer Park in Billstedt, können als Vorbild dienen für die Hamburger City. Der Ausbau von zusätzlichen beleuchteten Laufstrecken im City-Bereich – in Anlehnung an die Planungen für die Laufstrecke Hamm-Horn – mit guten Verhältnissen für die Läuferinnen und Läufer kann darüber hinaus zur Attraktivität des Sports im Freien beitragen.

Die Sicherung und Weiterentwicklung der Sportflächen in der Hamburger City muss das gemeinsame Ziel von Politik, Bevölkerung, Sportvereinen und Bezirksverwaltung sein. Eine Einbindung von betroffenen Gruppen in Planungen und Ausführung von Sportprojekten ist bei der gelebten Beteiligungskultur in Hamburg-Mitte wichtig, um eine größtmögliche Akzeptanz Aller zu gewährleisten und für Sankt Pauli, die Altstadt, die Neustadt, Sankt Georg und Hammerbrook eine gute Sportinfrastruktur für Vereins- und Individualsport zu schaffen. Hamburg wächst und mit ihr die soziale Infrastruktur vor Ort.

Die Bezirksversammlung hat daher Folgendes beschlossen:

Das Sportentwicklungskonzept soll flächendeckende Angebote für vielfältige Sportflächen ermöglichen. Es werden ausreichende Kapazitäten vor dem Hintergrund der Bevölkerungsentwicklung benötigt. Die bestehenden Anlagen, sowie der öffentliche Raum für Vereins- und Individualsport soll ertüchtigt und intelligente bauliche Konzepte für die Integration des Sports in die innerstädtische Stadtentwicklung aufzeigt werden.

 

Für mehr Informationen:

Sportentwicklungskonzept für die Hamburger City Drs. 21-4955 Antrag SPD Bezirksfraktion Hamburg-Mitte